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Pressemitteilungen 2003

 

bundesverband der fahrradkurierdienste 

Am Bahnhof 2  33602 Bielefeld

 

18. August 2003

 

Radkuriere auf innovativen Wegen

Fahrradkurierdienste erschließen sich „neue Märkte“

 

In den Großstädten gehören Fahrradkuriere zum alltäglichen Bild. Sie übernehmen Kurier- und Expresszustellungen, erledigen Botenfahrten und Schließfachentleerungen, organisieren Sammelauslieferungen und Ticketservices. Schnell und flexibel realisieren sie eine innovative Dienstleistung: spezialisierte Transporte u.a. für Werbeagenturen, Apotheken, Architekturbüros und Versicherungen oder sogar für die Post.

 

Doch wie in anderen Bereichen auch, hat das Internet die wirtschaftliche Realität der bundesweit mehr als 100 Radkurierunternehmen stark verändert. Einerseits werden die meisten Informationen und Daten nicht länger per Brief, sondern per Mail verschickt – somit fallen bisherige Aufträge, z.B. von  Werbeagenturen, ersatzlos weg. Andererseits werden via Internet – nicht zuletzt seit amazon und ebay  – immer mehr Waren immer kurzfristiger ins Haus und in die Firmen bestellt. Die Branche der  sogenannten Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) boomt. E-Commerce-Auslieferung, kundenorientierter Service und die Feinverteilung in Ballungsräumen sind gefragt. Aufgaben, die auch Fahrradkurierdienste problemlos übernehmen können.

 

Waren die Radkurierdienste vor 15 Jahren oft nur Ein-Mann-Betriebe mit studentischen FahrerInnen, die ökologisch motiviert eine Nische besetzten, so sind sie heute moderne professionelle Dienstleistungsunternehmen mit mehreren Angestellten, die wirtschaftlich agieren (müssen). Zum Alltagsgeschäft gehört daher, sich immer wieder neue Kundenkreise und „neue Märkte“ zu erschließen. Radkurierdienste weiten ihr Angebot aus und bieten auch über die Stadtgrenzen hinaus ihren Service an. „Alles aus einer Hand und ökologisch vertretbar“ lautet die Devise für ein überregionales Konzept des Bundesverbandes der Fahrradkurierdienste (bdf), das neue Auftraggeber locken und  die Städte sowohl verkehrstechnisch als auch umweltfreundlich weiter entlasten soll. Die Vision dahinter: Fahrradkurierdienste, Deutsche Bahn, Speditionen und andere Transportunternehmen arbeiten Hand in Hand, um Lieferungen so schnell und so ökologisch wie möglich zu garantieren. Radkuriere holen die Waren beim Kunden ab, bringen sie zu Sammelstellen bei Bahn oder anderen Kurierdiensten, die die Waren zu Sammelstellen in anderen Städten liefern. Dort werden sie von den Radkurieren wieder abgeholt und zum Empfänger geliefert.

 

Bislang greifen Unternehmen fast ausschließlich auf die motorisierten Kurierdienste zurück, wenn es um mehr als einen Brief geht und überregionaler Waren- und Gütertransport gefragt ist. Der Grund:  vielen Fahrradkurierdiensten fehlen noch die notwendigen „Schnittstellen“ zu anderen Branchen im Dienstleistungs- und Logistikgewerbe. Umgekehrt werden Fahrradkurierdienste als möglicher Kooperationspartner von anderen Transportunternehmen bisher kaum wahrgenommen.

 

„Im ersten Schritt wollen wir zusammen mit dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung der Universität Duisburg-Essen den Markt genau analysieren“, sagt Gerlinde Althoff, Vorsitzende im Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf). „Im nächsten Schritt heißt es dann, Strategien entwickeln, die die Vernetzung der Fahrradkurierdienste untereinander und mit potenziellen Kooperationspartnern vorantreibt. Denn nur wenn die Radkuriere auch überregional systematisch und effizient agieren, können wir an den neuen Aufgaben im Transportgewerbe teilhaben. Das Netzwerk nutzt nicht nur den Fahrradkurierdiensten, sondern auch den Kunden. Das Fahrrad ist bei Entfernungen bis zwölf Kilometer deutlich schneller, flexibler und umweltschonender als das Auto. Wir stehen weder im Stau noch müssen wir Parkplätze suchen.“

Ökologisch gesehen sind Fahrräder als Transportmittel sowieso unschlagbar. Pro Jahr gehen bisher etwa 1,5 % aller transportierten Sendungen durch die Hände der Radkuriere. Die legen dafür in ihrem Job mehr als 17 Mio. Kilometer zurück. Das erspart der Umwelt Abgase und Ruß von etwa 1,5 Mio. Litern Treibstoff – und den Städten zusätzliche Lärmbelastung und Platznot. „Außerdem entstehen bei weiter zunehmenden Transportwegen mit dem Rad ohne große Investitionen neue Arbeitsplätze“, so Gerlinde Althoff vom bfd.

 

Die Landesregierung beurteilte das Projekt „Netzwerk Fahrradkuriere NRW“ des Bundesverbandes der Fahrradkurierdienste als vorbildlich im Sinne der Nachhaltigkeit und zeichnete es als ein Projekt der Agenda 21 NRW aus.

 

Weitere Informationen dazu:
Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf) e.V., Gerlinde Althoff, Tel. 0521 / 136 00 34, E-Mail: gerlinde.althoff@t-online.de, Internet: www.bdfev.de
Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) e.V., Waldemar Mathejczyk, Tel. 0203 / 28099-19,

E-Mail: mathejczyk@uni-duisburg.de, Internet: www.risp.uni-duisburg.de

 

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bundesverband der fahrradkurierdienste

Am Bahnhof 2  33602 Bielefeld

Sept. 2003

 

 

Fahrradkuriere bekommen Rückenwind

 

Nachdem das Umweltministerium des Landes finanzielle Unterstützung zugesagt hat, ist der Startschuss für ein Projekt zur Vernetzung der nordrhein-westfälischen Fahrradkuriere gefallen. Durchgeführt wird die Maßnahme vom Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf) e.V. gemeinsam mit dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) e.V. Das Projekt steht im Rahmen der landesweiten Umsetzung zur Agenda 21 in NRW. Zielsetzung: Nachhaltiges Wirtschaften mit umweltverträglicher Verkehrsgestaltung sinnvoll verknüpfen.

 

Fahrradkurierdienste sollen als innerstädtische Verkehrsträger von Waren-, Güter- und Postdiensten gefördert und stärker in bestehende Verkehrssysteme verankert werden. Das Projekt hat drei Phasen:

1.      Vernetzungen von Fahrradkurierdiensten untereinander

2.      Austausch mit anderen Logistikdienstleistern

3.      Entwicklung neuer Kooperationsformen und Dienstleistungen

 

Gefördert wird das Projekt von August 2003 – Juli 2004 durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW als Agenda-21-Netzwerk-Projekt. Alle Fahrradkuriere in Nordrhein-Westfalen sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Neben den Fahrradkurierunternehmen selbst werden auch Experten aus Politik und Wirtschaft in das Projekt einbezogen.

 

Einzelne Bausteine des innovativen Netzwerkprojektes sind:

  • Aufbau eines virtuellen Netzes, über das Kuriere, Kunden und überregionale Logistikanbieter in Kontakt zueinander treten können
  • Aufbau einer Website mit Brancheninformationen und Weiterbildungs-Infos
  • Runde Tische und Workshops in ganz NRW
  • Einbindung in den Prozess der Agenda 21

 

Der bdf hat die Federführung, das Duisburger Forschungsinstitut die wissenschaftliche Begleitung.

 

Ausgangspunkt des Projektes: Das Fahrrad ist zwar bekannt dafür, das umweltfreundlichste Personentransportmittel schlechthin zu sein, doch als Gütertransportmittel wird es bisher kaum beachtet. Dabei erspart ein einziger Radkurierdienst durch seine Transportleistung der Umwelt und insbesondere der Stadt durchschnittlich 185 Kilogramm Treibhausgas täglich, die sich aufs Jahr gesehen zu über 55 Tonnen addieren. Wie nötig die Einsparung an Treibhausgasen ist, hat dieser Sommer gezeigt, als die Ozonwerte weit über die gesundheitlich bedenkliche Grenze von 180 Mikrogramm anstiegen. Ironie des Schicksals: Fahrradkuriere, die zur Entstehung des Ozons nichts beitragen, müssen es dennoch einatmen.

 

Weitere Info:

Gerlinde Althoff (bdf)

Tel. 0521 / 136 00 34

gerlinde.althoff@t-online.de

 

 

Um Belege wird gebeten .

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bundesverband der fahrradkurierdienste

Am Bahnhof 2  33602 Bielefeld

Okt. 2003

 

 

Fahrradkuriere wollen stärker kooperieren

 

Die Fahrradkurierdienste in NRW planen Kooperationen. Sie wollen zukünftig einen größeren Anteil im KEP-Markt übernehmen und dabei ihre ökologischen Vorteile ins Spiel bringen. Konkret geplant ist die regionale Zusammenarbeit einzelner Radkuriere. Aber auch die Kooperationen mit Overnight-Anbietern und mit der Bahn sollen intensiviert werden.

 

So die Ergebnisse der ersten landesweiten Tagung der Fahrradkuriere am Samstag in Duisburg. Die Tagung mit Unternehmen aus ganz NRW war Bestandteil des Projektes Netzwerk Fahrradkuriere NRW.

 

Durchgeführt wird das Projekt vom Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf) e.V. gemeinsam mit dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) e.V. Das Projekt steht im Rahmen der landesweiten Umsetzung zur Agenda 21 in NRW. Die Zielsetzung lautet, nachhaltiges Wirtschaften mit umweltverträglicher Verkehrsgestaltung sinnvoll zu verknüpfen.

 

Gefördert wird das Projekt von August 2003 – Juli 2004 durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW als Agenda-21-Netzwerk-Projekt.

 

Fahrradkurierdienste sollen als innerstädtische Verkehrsträger von Waren-, Güter- und Postdiensten gefördert und stärker in bestehende Verkehrssysteme verankert werden. Das Projekt hat drei Phasen:

4.      Vernetzungen von Fahrradkurierdiensten untereinander

5.      Austausch mit anderen Logistikdienstleistern

6.      Entwicklung neuer Kooperationsformen und Dienstleistungen

 

Einzelne Bausteine des innovativen Netzwerkprojektes sind:

  • Aufbau eines virtuellen Netzes, über das Kuriere, Kunden und überregionale Logistikanbieter in Kontakt zueinander treten können
  • Aufbau einer Website mit Brancheninformationen und Weiterbildungs-Infos
  • Runde Tische und Workshops in ganz NRW
  • Einbindung in den Prozess der Agenda 21

 

Der bdf hat die Federführung, das Duisburger Forschungsinstitut die wissenschaftliche Begleitung.

 

 

Weitere Info:

Gerlinde Althoff (bdf)

Tel. 0521 / 136 00 34

gerlinde.althoff@t-online.de

 

 

 

 

 

Um Belege wird gebeten.

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bundesverband der fahrradkurierdienste

Am Bahnhof 2  33602 Bielefeld

Nov. 2003

 

 

Fahrradkuriere präsentierten sich auf Agenda-Bilanz- und Perspektivkonferenz

 

Auch die Fahrradkurierdienste NRW präsentierten sich auf der Abschlusskonferenz zur Agenda 21 NRW in Bonn zusammen mit rund 25 weiteren Projekten. Verbunden waren alle durch das Thema Nachhaltigkeit, mit dem alle Projekte zu tun hatten und das von so prominenten Gästen wie Bärbel Höhn, Erhard Eppler oder Jürgen Becker noch einmal beleuchtet wurde.

 

Die Fahrradkuriere NRW, auf der Konferenz mit einem eigenen Stand vertreten, stellten ihr erst in diesem Jahr angelaufenes Projekt einem größeren Publikum vor. Sie haben sich vorgenommen, in Zukunft durch Kooperationen einen größeren Anteil im KEP-Markt zu übernehmen und dabei ihre „nachhaltig“ ökologischen Vorteile ins Spiel zu bringen.

 

Nur zwei Tage nach der Agenda-Konferenz fand ein Arbeitsgruppentreffen der Radkuriere in Duisburg statt. Dort wurde an der bilateralen Zusammenarbeit einzelner Radkuriere gearbeitet. In Zukunft sollen auch Kooperationen mit Overnight-Anbietern und mit der Bahn intensiviert werden.

 

Durchgeführt wird das Projekt vom Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf) e.V. gemeinsam mit dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) e.V. Das Projekt steht im Rahmen der landesweiten Umsetzung zur Agenda 21 in NRW. Die Zielsetzung lautet, nachhaltiges Wirtschaften mit umweltverträglicher Verkehrsgestaltung sinnvoll zu verknüpfen.

 

Gefördert wird das Projekt von August 2003 – Juli 2004 durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW als Agenda-21-Netzwerk-Projekt.

 

Fahrradkurierdienste sollen als innerstädtische Verkehrsträger von Waren-, Güter- und Postdiensten gefördert und stärker in bestehende Verkehrssysteme verankert werden. Das Projekt hat drei Phasen:

7.      Vernetzungen von Fahrradkurierdiensten untereinander

8.      Austausch mit anderen Logistikdienstleistern

9.      Entwicklung neuer Kooperationsformen und Dienstleistungen

 

Einzelne Bausteine des innovativen Netzwerkprojektes sind:

  • Aufbau eines virtuellen Netzes, über das Kuriere, Kunden und überregionale Logistikanbieter in Kontakt zueinander treten können
  • Aufbau einer Website mit Brancheninformationen und Weiterbildungs-Infos
  • Runde Tische und Workshops in ganz NRW
  • Einbindung in den Prozess der Agenda 21

 

Der bdf hat die Federführung, das Duisburger Forschungsinstitut die wissenschaftliche Begleitung.

 

 

Weitere Info:

Gerlinde Althoff (bdf)

Tel. 0521 / 136 00 34

gerlinde.althoff@t-online.de

 

 

Um Belege wird gebeten.