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Pressespiegel 2005

KEP-aktuell, 2. September 2005
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Notfall-Logistik

Kooperation: Time:matters baut unter anderem die Zusammenarbeit mit Fahrradkurieren aus.

Logistische Not- und Eilfälle? Kein Grund zur Aufregung. „Im Fall der Fälle", wirbt Franz-Josef Miller, „bieten wir schnelle und individuelle Hilfe." Miller ist Geschäftsführer der Timematters GmbH, Neu-Isenburg. Das 100-prozentige Tochterunternehmen der Lufthansa Cargo AG hat sich auf die Beförderung hocheiliger und besonders wichtiger Dokumente und Materialien per Flugzeug, Bahn oder auch Kfz konzentriert. Hierzu kann das Unternehmen unter anderem auf das gesamte Lufthansa-Linienflugnetz sowie auf zahlreiche Flugverbindungen weiterer Partner zurückgreifen: täglich mehr als 900 kontinentale und über 100 interkontinentale Verbindungen. Damit deckt das Netz rund 380 Ziele in 90 Ländern ab.

Deutschland bedient Time:matters vorrangig über das in Kooperation mit der Deutschen Bahn angebotene Produkt „IC-Kurier", das an rund 140 Bahnhöfen zur Verfügung steht. „Sendung mit der Bahn zu transportieren ist günstiger, als sie zu fliegen", gesteht Miller. Beim Produkt „IC-Kurier" greift auch die neue Kooperation der Notfall-Logistiker mit vor Ort ansässigen Fahrradkurieren. Fahrradkuriere holen in derzeit 18 deutschen Großstädten die Sendungen auf Wunsch direkt beim Versender ab. In Kürze sollen Münster/Osnabrück, Saarbrücken und Freiburg folgen. Am Empfangsbahnhof können regionale Fahrradkuriere die Sendung dann wieder übernehmen und sie direkt beim Empfänger zustellen. „Innerhalb von Ballungszentren bietet das Fahrrad insbesondere bei starkem Verkehrsaufkommen eine höhere Zustellgeschwindigkeit, da Verkehrsstaus umfahren werden können und keine Parkplatzsuche notwendig sind", erklärt Miller. Die Logistik-Kombination aus Fahrrad und Bahn wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Fahrradkurierdienste und dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung im Rahmen eines Agenda-21-Projektes aus dem nordrheinwestfälischen Umweltministeriums entwickelt.

2004 hat Time:matters insgesamt rund 420.000 Sendungen befördert – zehn Prozent davon auf dem Schienenweg. Damit steigerte das Unternehmen das Aufkommen um deutlich mehr als 50 Prozent im Vergleich zu 2003. "2005 gehe ich von einem Wachstum zwischen 20 und 25 Prozent aus", erklärte Miller. Das Wachstum beziehe sich sowohl als auch auf das Aufkommen.

Die Zuwächse kommen bis dato vor allem aus dem interkontinentalen Geschäft. Auch interkontinental setzt Timematters auf strategische Kooperationen. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit United Airlines Cargo. Sie mündet in einen Same-Day-Expressdienst von Deutschland in die USA. „Aufbauend auf diesen Service bietet beispielsweise auch TNT einen eigenen Late-Night-Expresskurierdienst in die USA an, der auf unserem Service basiert", beschreibt Miller ein weiteres Kooperationsmodell.

Jetzt ist er auf der Suche nach weitern Logistikern. Sie sollen den Bereich Notfall- und Speziallogistik komplett outsourcen. „Bei kurzfristigen Anfragen und Eil- und Sonderaufgaben müssen sie häufig passen, weil es nicht zu ihrem Kerngeschäft gehört", weiß Miller. Langfristig, so glaubt er, leide darunter aber die Kundenbindung. Statt Notfälle nicht bearbeiten zu können, können sich die Unternehmen daher seit einigen Tagen an seine Mitarbeiter des neuen „Special Service Desk" wenden. „Unsere Kollegen", betont Miller stolz, „können auf den ersten Blick unlösbare Probleme lösen." Und das an sieben Tagen von 6 bis 22 Uhr. As

Umweltaktie für Timematters

Der Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf) hat in diesem Jahr die Umweltaktie an die Timematters GmbH verliehen. Das Unternehmen erhielt die Öko-Auszeichnung für die erfolgreiche Erweiterung seines Logistiknetzes aus Luft, Schiene und Straße um den Transport per Pedalo. „Mit der Kombination aus Fahrrad und Bahn setzt das Unternehmen auf zwei besonders umweltfreundliche Transportmittel", lobt bdf-Vorsitzender Sascha Forderung. Laut Forderung befördern die deutschen Radkuriere im Jahr 3,5 Millionen Sendungen über 17 Millionen Kilometer.

 

Verkehrsrundschau 32/2005
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Im Notfall Logistik

pdf-Dokument, ca. 300 KB

 

Logistra 7-8 2005, Seite 6
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time:matters/Zweiradkuriere

Nachdem Pilotprojekte in Köln, Düsseldorf und Bielefeld erfolgreich verlaufen sind, plant die Neu-Isenburger time:matters, Logistik-Kombination aus Fahrrad und Bahn, eine schrittweise Ausweitung des Services auf alle Verdichtungsräume in Deutschland. Derzeit steht der time:matters Bahnservice ic:kurier an 140 ICE- und EC/IC Bahnhöfen zur Verfügung.

 

http://allpr.de/15995/timematters-erhaelt-Umweltaktie-vom-Bundesverband-der-Fahrradkuriere.html

http://www.timematters.de/tms/upload/pdf/time-mattersPI0506HBbdfUmweltaktie.pdf

http://www.news-und-trends.de/newsfeed.php?id=2660701938

http://www.helikopterfliegen.de/presse/meldung.html?article=701938

http://www.presseportal.de/story.htx?nr=701902&ressort=1

http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?aktion=jour_pm&comefrom=scan&r=197625

http://www.posttip.de/news/18459/archiv/BdF-verleiht-Umweltaktie-an-time-matters.htm

http://www.netzwerk-fahrradkuriere.de/.cms/64

http://www.infofeeds.de/news_121424_time_matters_erh%C3%A4lt_Umweltaktie_vom_Bundesverband_der_Fahrradkuriere.html

http://www.optinews.de/include.php?path=content/articles.php&contentid=40479

http://www.gewerbeauskunft.de/nanews.php?news=n3240701095.txt&lid=7&thema=w

http://www.f-tor.de/news.pops.php?do=detail&NEWS_ID=29806

http://www.newszeitung.de/archiv.asp?y=2005&m=7&d=14&kat=1&channel=Presseportal.de%20Wirtschaft

http://www.fernfahrer-tv.de/news.html

http://www.posttip.de/news/18506/archiv/Neuer-Kurierdienst-fuer-vergessene-Gegenstaende.htm

http://www.marktplatz-zeitarbeit.de/zeitarbeit/zeitarbeitsfirmen-news-jobs/?newsPage=8

 

taz, 16.7.2005
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Auspuff gegen Antritt

Im Wettbewerb gegen eine Flotte motorisierter Stadtboten, die mit 20g-Briefen durch die Landeshauptstadt dieseln geraten die Hannoveraner Fahrradkuriere zunehmend ins Hintertreffen

aus Hannover
Jörg Heynlein

Es ist heiß und stickig. Rußpartikel hängen in der Luft. Und in Hannover schmilzt die Fahrradkurier-Szene auf nur noch zwei Anbieter zusammen: Das Logistik-Unternehmen City Express schließt zum 1. August seine Fahrradkurierzentrale.

Dabei hatte City Express die erst zum 1. April vergangenen Jahres dem eigenen Angebot hinzugefügt: Damals hatte das Unternehmen den alt eingesessenen Kurierdienst "velomobil" gekauft. Nun ersetzt es die sechs Fahrrad-Boten durch Autofahrer, die sich durch das Stadtgebiet zwängen.

Eine zusätzliche Umweltbelastung für die ohnehin Feinstaub geschwängerte niedersächsische Landeshauptstadt: Bereits Anfang April erreichte Hannover als fünfte deutsche Stadt den von der EU-Kommission festgelegten Jahresgrenzwert.

"Wenn's gut läuft, schafft ein Fahrradkurier 70 bis 80 Kilometer in einer Schicht", weiß Myria Meinert, Mitinhaberin vom Fahrradkurierdienst Rad'z Fatz. Meinert gründete Rad'z Fatz kurz vor dem Verkauf von "velomobil" zusammen mit drei weiteren Pedaleuren, um weiterhin eine reine Fahrradkurierdienstleistung für Hannover anzubieten.

Eine Schicht dauert fünf Stunden - so lang wie eine durchschnittliche Etappe bei der Tour de France. Zwei Schichten am Tag ergeben 150 Kilometer pro Rad. Die Luft wird dünner: Sechs Fahrer weniger bedeuten also 900 Fahrradkilometer weniger. Und umgekehrt reichern die Abgase von 1.200 Auto- oder Laster-Kilometer jetzt zusätzlich Hannovers Atemluft an. Autokuriere benötigen nämlich ein Drittel mehr Wegstrecke. Fahrradkuriere kürzen ab -durch Einbahnstraßen, Parks oder - versehentlich - auch mal Fußgängerzonen. Im Bereich bis zu 15 Kilometer sind sie im Stadtgebiet immer schneller als das Auto.

Die Kurierfahrerin Meinert tritt seit acht Jahren hauptberuflich bei Hagel und Hitze in die Pedale und bedauert, dass so wenige Unternehmen, Ämter und Behörden umweltpolitische Verantwortung übernehmen und kleine Sendungen gedankenlos von einem Kleinlaster durch die rußige Innenstadt karren lassen. Auch die Parteizentralen befördern ihre heiße politische Ware nicht mit den wadenvoluminösen Eilboten.

Rad'z Fatz beauftragt nur dann einen Autokurier, wenn's kein Fahrrad bewältigen kann. Und das ist selten im Stadtgebiet: Selbst Lasten bis 30 Kilo werden noch locker mit einem geräumigen High-Tech-Fahrradanhänger transportiert. Bis 100 Kilo kommt das Lastenrad. Nur wenn's ein Kühlschrank ist oder etwas nach Karlsruhe geht, rollt notgedrungen ein Auto vor. Doch Philosophie und Kern des Geschäfts sind das Fahrrad, Muskelkraft, Ausdauer und Sport an der - nun ja - frischen Luft.

Nur ein reiner Fahrradkurierdienst kann gewährleisten, dass auch ein Fahrrad kommt und kein 15 Jahre alter Kleintransporter. Und ein einziger dieser Dienste vermeidet jährlich 55 Tonnen Treibhausgas.

"Der Versuch, eine Kompetenz und ein Profil als Fahrradkurierdienst aufzubauen, fiel nicht positiv aus", erläutert City Express-Geschäftsführer Stefan Pralle die bevorstehende Schließung der eigenen Velo-Zentrale. "Der Stadtkurierdienst ist für uns vor allem im motorisierten Bereich wichtig". Das Fahrradkuriergeschäft hat eben seine eigenen Gesetze. Besonders in Vermarktung und Vertrieb. Das macht die Entscheidung zwar unternehmerisch verständlich. Die übrigen Fahrradkuriere bedauern allerdings, dass weitere sechs Kollegen aus dem Sattel geholt werden und gegen das Auto verloren haben. In Hannover werden sie es nicht leicht haben, wieder als Pedal-Dienstleister unterzukommen.

Es sei denn, es kommt auch in Niedersachsen zu einem politischen Umdenken. Mit gutem Beispiel geht in dieser Hinsicht das Land Nordrhein-Westfalen voran - zumindest noch: Das beim Düsseldorfer Umweltminister angesiedelte Agenda 21-Projekt "Netzwerk Fahrradkuriere NRW" bringt die Dienste mit anderen Transport-Unternehmen zusammen. Und in seinem Rahmen diskutieren Politiker mit Fahrradkurieren und Verkehrsexperten über ökologisch optimierte Transportwege. Möglich wäre es also schon, der stinkenden Blechlawine etwas entgegen zu setzen. Auch in Hannover.

taz Nord Nr. 7717 vom 16.7.2005, Seite 32, 141 Zeilen (TAZ-Bericht), Jörg Heynlein

 

Agenda 21 in Düsseldorf 6/2005
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Mit Herzblut aktiv für den Düsseldorf Café

pdf-Dokument, ca. 480 KB

 

Städte- und Agendakaffees in NRW, Juni 2005
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Radkuriere transportieren Städtekaffee

pdf-Dokument, ca. 200 KB

 

Bild-Zeitung, 13.6.2005
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Lufthansa setzt auf Fahrradkuriere

pdf-Dokument, ca. 86 KB

 

Verkehrsrundschau, 3.6.2005
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Zweiradlogistik

Je schneller, desto besser: Deshalb kooperiert die Lufthansa-Cargo-Tochter TimeMatters für ihre Zustellung in Innenstädten zunehmend mit Fahrradkurieren.

Von Eva Hassa

Nachdem Pilotprojekte in Köln, Düsseldorf und Bielefeld erfolgreich verlaufen, will TimeMatters, die Expresstochter der Lufthansa Cargo, ihre Zusammenarbeit mit Fahrradkurieren weiter ausbauen.

Schon in wenigen Wochen soll der Service schrittweise auf die Regionen Rostock, Oldenburg, Bremen, Münster/Osnabrück, Frankfurt, Mainz, Saarbrücken, Nürnberg und Freiburg mit der Logistikkombination aus Fahrrad und Bahn ausgeweitet werden, wie das Unternehmen mitteilt. In den Großräumen Hannover, Düsseldorf, Bielefeld, Köln, Kassel, München, Augsburg, Hamburg, Stuttgart, Berlin/Potsdam, Dresden und Leipzig/Halle bestehen bereits Kooperationen.

Konzipiert wurde der Fahrrad-Bahn-Eildienst insbesondere für Unternehmen, die ihren Sitz in der Innenstadt haben. Die Fahrradkuriere bringen die Eilsendungen an den Hauptbahnhof und übergeben ihn dort an den IC-Kurier-Service von TimeMatters. Der Zug befördert das Frachtgut an jede der 140 IC-Kurier-Stationen in Deutschland. Vor allem während der Verkehrstoßzeiten sind Zweirad-Kuriere meist schneller als Zustellfahrzeuge - neben anderen ökonomischen und ökologischen Vorteilen.

Ziel von TimeMatters ist die schnellstmögliche Zustellung einer Sendung. Je nach Auftrag wird deshalb sowohl bei der Abholung als auch bei der Zustellung über den Einsatz der einzelnen Kurierarten individuell entschieden. Bei größeren Entfernungen setzt das Unternehmen eher auf die Zustellfahrzeuge, in der Innenstadt eher auf Fahrradkuriere.

Die Kooperation zwischen Fahrrad und Bahn wurde gemeinsam mit dem Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf) und dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) im Rahmen eines Agenda-21-Projektes aus dem Umweltministerium NRW entwickelt.

 

taz, 2.6.2005
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Fahrradkuriere auf Schienen

Ein Eilkurierdienst verbindet die Städte Bielefeld und Gütersloh per Rad und Bahn. Ziel ist die Vernetzung untereinander, um neue Kunden zu gewinnen. Das Umweltministerium fördert das Pilotprojekt, das bereits in anderen Städten Schule macht
VON RITA MARTENS

Fahrrad-Kuriere gehören zum heutigen Großstadtbild dazu. Rasant suchen die professionellen Biker als Boten die kürzesten Strecken, um ihre Eillieferung rechtzeitig auszuhändigen. Innerstädtische Aufträge werden so schon seit vielen Jahren erledigt, aber selten blicken die Eilkurierfirmen über den Stadtrand hinaus.

Wie kleinere Kurierdienste ihre wirtschaftlichen Schwierigkeiten überwinden können, zeigt die Eilkurier-Verbindung zwischen den beiden ostwestfälischen Städten Bielefeld und Gütersloh. Sie werden auf die ökologisch sinnvollste Art und Weise miteinander verbunden: durch Fahrradkuriere und Regionalbahn. Die Fahrradkurierdienste "flott weg" in Bielefeld und "Subito" in Gütersloh haben in Zusammenarbeit mit der "Nordwestbahn" einen Gütertransportservice entwickelt, der Eilsendungen zwischen den beiden Städten möglich macht, ohne ein Auto zu benutzen.

Seit fast einem Jahr können Unternehmen, die in der Innenstadt ihren Sitz haben, ihre Eilaufträge durch den Fahrrad-Bahn-Dienst erledigen lassen. Vor allem während der Stoßzeiten sind Zweirad-Kuriere meist schneller als Lieferungen per Auto. "In der Bielefelder Innenstadt sind die Radler meistens schneller, sie entgehen der lästigen Parkplatzsuche und verbrauchen dabei keinen Sprit", erzählt Volker Radzik, einer der Geschäftsführer des Fahrradkurierdienstes "flott weg".

Die Fahrradkuriere holen die Ware im Umkreis von viereinhalb Kilometern des Bielefelder Stadtzentrums ab und bringen die bis zu zehn Kilogramm schwere Lieferung zum Bahnhof. Dort wird sie dem Zugführer der "Nordwestbahn", die zweistündlich fährt, ausgeliefert und in Gütersloh von der Fahrradkurierfirma "Subito" abgeholt.

Zu den Kunden von "flott weg" zählen unter anderen Werbeagenturen, Grafiker und Druckereien. Bisher haben wir nur einen Festkunden: ein Labor, das seine Befunde zwei mal die Woche von Bielefeld nach Gütersloh schickt und die Proben wieder retour", erklärt Volker Radzik. Die anderen Aufträge seien eher spontan. "flott weg" hat zehn Festangestellte, was für einen Fahrradkurierdienst eher ungewöhnlich ist. Dazu kommen noch weitere sieben Teilzeitmitarbeiter. Der Fahrrad-Bahn-Eildienst lohnt sich für die Kunden, denn er ist 25 Prozent billiger als die Lieferung per Auto. Zudem ist er auch umweltfreundlicher. Nach der jüngsten Studie schätzen die Kunden der Fahrradkurierdienste vor allem die schnelle Auftragsabwicklung und den individuellen Service.

1996 war die "flott weg" Fahrradkurier GmbH auch beteiligt an der Gründung des "Bundesverbandes der Kurierdienste e.V." (bdf), dessen Geschäftsstelle in den Räumlichkeiten von "flott weg" in Bielefeld untergebracht ist. Der bdf will durch das NRW-Pilotprojekt "Agenda-21-Netzwerk-Projekt" gemeinsam mit dem Duisburger Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e. V. (RISP) die Potentiale des Fahrrads als umweltfreundliches Wirtschaftsfahrzeug und als Waren-, Güter-, und Post-Transportmittel besser nutzen. Das Umweltministerium fördert das Projekt. Dabei steht nach der Vernetzung von Fahrradkurierdiensten untereinander ein Austausch mit anderen Logistikdienstleistern im Vordergrund, um so neue Kooperationsformen und Dienstleistungen zu entwicken.

Nachdem Pilotprojekte wie dieses in Bielefeld und auch in Köln und Düsseldorf erfolgreich verlaufen sind, hat die Firma "time:matters", eine Tochtergesellschaft der Lufthansa Cargo AG, in Kooperation mit dem bdf beschlossen, die Vernetzung der Fahrradkurierdienste unter dem Namen "ic:kurier" auszuweiten.

So wurden Bielefeld, Düsseldorf und Köln zur Initialzündung für den Ausbau des komfortablen Zustellservice in elf weiteren Städten, wie München, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Dresden und Leipzip. In den nächsten drei Monaten sollen auch in Großräumen wie Bremen, Münster und Frankfurt flexible Kuriernetzwerk aufgebaut werden.

"Ein Fahrrad kann ein Auto nicht ersetzen. Doch an manchen Stellen ist die Kombination von Bahn und Rad eben schneller und kostengünstiger. Die schnellste Strecke wird für jeden Kunden individuell errechnet", erklärt die Pressesprecherin von "time:matters" Mirjam Berle. Für den bdf sei es das wichtigste Ziel, die ökologische Mobilität zu fördern. Dass von der Umweltfreundlichkeit nicht alle profitieren, weiß aber auch Gerlinde Althoff vom bdf: "Leider kriegen die Fahrradkuriere, die am umweltfreundlichsten sind, die meisten Feinstaubpartikel mit."

Inzwischen hat der bdf auch eine Internetplattform eingerichtet, auf der sich Interessierte über die Leistungen der Fahrradkuriere und das Kooperationsmodell informieren können. © Contrapress media GmbH

taz NRW Nr. 7679 vom 2.6.2005, Seite I, 158 TAZ-Bericht RITA MARTENS

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Logistik inside, 27.5.05
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http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php/317513/de_news

Time:matters lässt in die Pedale treten

Time:matters verstärkt für seinen Bahnservice "Ic:kurier" die Kooperation mit Fahrradkurieren. Die radelnden Boten kommen als Ergänzung zum Kuriernetz vorrangig auf kurzen Strecken in den Stadtzentren zum Einsatz.
Neu-Isenburg. Die Großräume Hannover, Düsseldorf, Bielefeld, Köln, Kassel, München, Augsburg, Hamburg, Stuttgart, Berlin/Potsdam, Dresden und Leipzig/Halle verfügen laut Anbieter bereits über den Zustellservice. Time:matters will die Logistikkombination aus Fahrrad und Bahn in den nächsten Wochen auch anbieten für die Großräume Rostock, Oldenburg, Bremen, Münster/Osnabrück, Frankfurt, Mainz, Saarbrücken, Nürnberg und Freiburg.

Konzipiert wurde der Fahrrad-Bahn-Eildienst laut Time:matters in erster Linie für Unternehmen, die ihren Sitz in der Innenstadt haben. Vor allem während der Stoßzeiten seien Zweirad-Kuriere meist schneller als das Auto.

Die Fahrradkuriere bringen die Eilsendungen an den Hauptbahnhof und übergeben ihn dort an den Ic:kurier-Service von Time:matters. Der Zug befördert das eilige Frachtgut an die rund 140 Ic:kurier-Stationen in Deutschland. Die radelnden Kuriere bringen die Fracht vom Bahnhof auf Wunsch direkt an die Haustür oder holen sie dort ab.

Der Kurierdienst Time:matters ist eine Tochter der Luftfrachtgesellschaft Lufthansa Cargo.

Von Matthias Pieringer

 

MyLogistics, 25.5.05
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http://www.mylogistics.net/de/news/print_themen1.jsp?key=news312982

time:matters baut Kooperation mit Fahrradkurieren deutschlandweit aus

Die Lufthansa-Cargo-Tochter time:matters baut ihr Netz an Kurierpartnern für den Service "ic:kurier" bundesweit aus und intensiviert dabei die Kooperation mit Fahrradkurieren. Ziel ist es, alle Ballungszentren in Deutschland optimal zu versorgen und insbesondere in den Innenstädten einen schnellen Zustellservice bereitzustellen. Die verstärkte Kooperation mit den Fahrradkurieren ergänzt das bestehende Netz an Kurierpartnern und soll vorrangig kurze Strecken in den jeweiligen Stadtzentren abdecken.

Die Kooperation soll schrittweise in allen Verdichtungsräume in ganz Deutschland umgesetzt werden. In den Großräumen Hannover, Düsseldorf, Bielefeld, Köln, Kassel, München, Augsburg, Hamburg, Stuttgart, Berlin/Potsdam, Dresden und Leipzig/Halle wird der Zustellservice per Fahrradkurier bereits angeboten. Geplant ist, in den nächsten Wochen auch die Großräume Rostock, Oldenburg, Bremen, Münster/Osnabrück, Frankfurt, Mainz, Saarbrücken, Nürnberg und Freiburg mit der Logistik-Kombination aus Fahrrad und Bahn auszustatten.

Die Fahrradkuriere bringen die Eilsendungen an den Hauptbahnhof und übergeben ihn dort an den "ic:kurier"-Service von time:matters. Durch den Einsatz von Fahrradkurieren in den Innenstädten sei der Haustür-zu-Haustür-Service erheblich verbessert worden, so time:matters: Die radelnden Kuriere bringen die Fracht vom Bahnhof auf Wunsch direkt an die Haustür oder holen sie dort ab.

 

Posttipp, 23.5.05
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http://www.posttip.de/news/17996/archiv/time-matters-baut-Kooperation-mit-Fahrradkurieren-aus.htm

time:matters baut Kooperation mit Fahrradkurieren aus

Die Lufthansa-Tochtergesellschaft time:matters GmbH baut ihr Netz an Kurierpartnern bundesweit aus und verstärkt dabei die Kooperation mit Fahrradkurieren. Mit dem Ziel alle deutschen Ballungszentren, insbesondere die Innenstädte, möglichst schnell und flexibel zu versorgen, soll die intensivere Zusammenarbeit mit Fahrradkurieren vorrangig kurze Strecken in den jeweiligen Stadtzentren abdecken.

Das Fahrrad bietet besonders bei starkem Verkehrsaufkommen eine höhere Zustellgeschwindigkeit, da es Verkehrsstaus umfahren kann und keine Parkplatzsuche notwendig ist. Jede Sendung wird beim Kunden analog der individuellen Kundenanforderungen mit Hilfe des erweiterten Netzwerkes durch die flexibelste und schnellste Transportlösung abgeholt und zugestellt. Hinzu kommt ferner die Kombination von Rad und Bahn. Die Fahrradkuriere bringen Eilsendungen an den Hauptbahnhof und übergeben diese dort an den ic:kurier-Service von time:matters. Der Zug befördert die eilige Sendung an jede der rund 140 ic:kurier Stationen in Deutschland. Bei größeren Entfernungen wird aber auch das Auto gegenüber dem Fahrradkurier bevorzugt. Die Fahrradkuriere selbst kommen in erster Linie in den Innenstädten zum Einsatz.

Nach erfolgreichen Pilotprojekten in Köln, Düsseldorf und Bielefeld ist die schrittweise Ausweitung des Angebotes auf alle Ballungsräume in ganz Deutschland geplant. Die Großräume Hannover, Düsseldorf, Bielefeld, Köln, Kassel, München, Augsburg, Hamburg, Stuttgart, Berlin/Potsdam, Dresden und Leipzig/Halle verfügen bereits über diesen Zustellservice. In den nächsten Wochen sollen auch die Großräume Rostock, Oldenburg, Bremen, Münster/Osnabrück, Frankfurt, Mainz, Saarbrücken, Nürnberg und Freiburg mit der Logistik-Kombination aus Fahrrad und Bahn ausgestattet werden. (iw)

 

Time matters, 23.5.05
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http://www.time-matters.com/tms/upload/pdf/BELEGtime-mattersPI0505NKFahrradBahnKurier.pdf

 

 

Rheinische Post 08.05.2005
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Sattelfest: der Fahrradkurier

 

Umwelt-Idealismus ist’s schon lange nicht mehr, der Fahrradkurierdienste im Rennen hält. Auch in dieser ökologisch sinnvollen Branche zählt Erfolg. Ein An-Institut der Uni Duisburg-Essen hilft dabei. Von Heinz Kühnen

 

Niederrhein. Sie gelten als die Einzelkämpfer der Innenstädte. Ihre Gegner: die Zeit, das Wetter und das Auto. Manchmal auch die Stadtplaner, bisweilen sogar die Verkehrsgesetze. Ihre Markenzeichen: Sturzhelm, Regenjacke, Rucksack. Ihr Auftrag: Möglichst in Rekordzeit von A nach B. Mit dem Rad. Insbesondere bei schlechtem Wetter ein Knochenjob. Fahrradkurierdienst: Ein knallhartes Geschäft. Umweltspinner sind da keineswegs am Werk, Auch wenn die gute Idee aus den Endachtzigern des vergangenen Jahrhunderts und eben aus der Öko-Szene stammt. „Reine Fundis finden wir heute aber nur noch ganz selten unter den Velo-Zustellern“, sagt Waldemar Mathejczyk. Er gehört auf diesem Gebiet in NRW zu den Sattelfestesten. Befasst sich der Diplom Sozialwissenschaftler vom Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), einem An-Institut der Uni Duisburg-Essen, doch im Auftrag des Landes mit Fahrradkurieren. Rein aus Idealismus könne man solche Unternehmen auf Dauer nur sehr schwer führen, sagt Mathejczyk. Denn leicht hat es die Branche ohnehin nicht: radfreundliche Städte – oft Fehlanzeige, finanziell hängen die Rosinen hoch, durchschnittliche Stundenlöhne von zehn Euro, „und den meisten der bundesweit gut 130 Betrieben fehlt einfach das unternehmerische Rüstzeug“.

 

Die Förderung

 

Zumindest die gut 25 Unternehmen, die in NRW ihre rund 250 Asphaltcowboys täglich mit Blutproben, Rosen, Druckvorlagen, Zahnprothesen und Akten auf die „möglichst schnellste“ Reise schicken, machen RISP und Mathejczyk inzwischen fit. Das Ziel des bundesweit bislang einzigartigen Projektes „Netzwerk Fahrradkuriere NRW“, das das Landesumweltministerium aus dem Agenda-21-Topf (nachhaltige Entwicklung) fördert: gemeinsame Vermarktung, mehr Werbung, neue Kundenkreise, verbesserte wirtschaftliche Fertigkeiten... Inzwischen gibt es eine Informative Netzwerk-Hompage, wurden einschlägige Ratgeber überarbeitet, gibt es einen Branchenreport für Geschäftspartner und die Politik. Und in regelmäßigen Abständen treffen sich Unternehmer und Pedalritter zu Workshops mit den RISP-Mitarbeitern.

 

In der City unschlagbar

 

Das die Branche eine Zukunft hat, davon ist Mathejczyk überzeugt. Insbesondere in den Cities größerer Städte sei der Zustelldienst von Schreibtisch zu Schreibtisch aus ökologischen und zeitlichen Gründen unschlagbar, sagt der 45-jährige. Das bedeutet allerdings nicht, dass es allein bei der Beinkraft bleiben dürfe. „Das Motorrad und das Auto sind schon lange nicht mehr die natürlichen Feinde, sondern eine sinnvolle Ergänzung der Unternehmensstrukturen“, berichtet der gebürtige Bottroper von einer Branche, die in Bewegung geraten ist. Wenn die Dienste mehr als derzeit 3,5 Millionen Sendungen pro Jahr und damit nur 1,5 Prozent der bundesweit transportierten Güter durch die Gegend fahren wollen, müsse sie flexibler werden. Wie „Die Kuriere“ in Essen – eben inzwischen mit Rädern und motorisiert. Der Einsatz erfolgt in solchen Fällen nach Sinnhaftigkeit. Sonst würde die (Öko-)Stammkundschaft verloren gehen. Andere wie das Duisburger „Pedalero“ werden zum Spezialfall. Gefahren wird weiter. Aber im Hause des DRS-Postservice. Und wohin führt der Weg? Auf jeden Fall zu weiteren Kombinationen, sagt Mathejczyk. In Verbindung zum Beispiel mit der (Regional-)Bahn. „Ökologisch sinnvoller geht’s kaum, nur sagen müssen wir es noch deutlicher“, weiß Mathejczyk. Auch im Marketing müssen die Dienste noch viel lernen.

 

 

 

Verkehrsrundschau, 18.3.2005 (pdf - bitte klicken)

 

 

Frankfurter Rundschau vom  25. Februar 2005
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Planungsverband setzt auf Fahrradkuriere

 

Frankfurt. 25. Februar. FAS. Der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main engagiert sich für die Fahrradkuriere in der Region. "Wir halten diesen Transportweg für einen intelligenten Bestandteil einer nachhaltigen Güterverkehrsentwicklung", sagt Joachim Hochstein, der Radverkehrsbeauftragte des Verbands. "Außerdem haben wir dabei die regionale Wirtschaftsförderung im Auge.

Der Planungsverband hat dazu bei einer Informationsveranstaltung das Projekt "Netzwerk Fahrradkurierdienste Nordrhein-Westfalen" vorgestellt. Dort ist auf Initiative des Umweltministeriums unter anderem eine Marktstudie für die Transportanbieter erstellt worden. "Die Zukunft der Fahrradkuriere liegt darin, mehr Schnittstellen untereinander, aber auch zu anderen Transportsystemen wie etwa der Bahn zu schaffen", sagte Projektbetreuer Waldemar Mathejczyk. Der Planungsverband will Unternehmer aus der Region weiter mit Informationen versorgen und ihnen als Kooperationspartner zur Verfügung stehen.

 

 

Wiesbadener Kurier vom 25.02.2005
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Lokführer könnten Post von Fahrradkurieren mitnehmen

 

Verkehrsexperten diskutierten beim Planungsverband in Frankfurt neue Möglichkeiten von Gütertransporten. Von Kurier-Mitarbeiterin Nathalie Heinke

FRANKFURT Wer die amerikanische Serie "Dark Angel" von James Cameron kennt, der weiß: die Zukunft gehört den Fahrradkurieren. Sie sind wendig und schnell und brauchen keinen Sprit. Und damit die Kuriere nicht nur auf dem Bildschirm, sondern immer öfter auch in der Stadt zu sehen sind, haben sich jetzt beim Planungsverband in Frankfurt erstmals Fahrradkuriere und Verkehrsexperten aus der Rhein-Main-Region an einen Tisch gesetzt. "Fahrradkuriere haben nämlich keine starke Lobby und nicht selten so etwas wie eine Einzelkämpfermentalität", erklärte Waldemar Mathejczyk, zuständig für den Bereich Verkehr und Logistik beim Rhein-Ruhr-Institut (RISP). Und: Fahrradkuriere sieht man in der Stadt zwar immer mal an einem vorbeijagen, dass man die professionellen Biker als Boten einsetzen kann, hat sich aber offenbar noch nicht richtig herumgesprochen. So sind etwa immer noch vor allem Druckereien und Werbeagenturen wichtigstes Klientel der Fahrradkuriere. Und das, obwohl man in der Stadt mit dem Fahrrad bei einer Strecke von acht Kilometern pro Stunde so schnell ist wie mit dem Auto, so Mathejczyk. "Außerdem stehen Fahrradkuriere für Flexibilität, Dynamik und Zeitgeist und das ist in Hinblick auf bestimmte Kunden ein absolutes Plus", so der Wissenschaftler vom RISP. Der Nachteil der Biker-Boten: In der Regel können sie nur Fahrten innerhalb der Stadt übernehmen, weitere Strecken wie etwa von Wiesbaden nach Frankfurt oder Darmstadt schaffen sie nicht.

Absolut ungeeignet sind sie schließlich für Botendienste etwa von Frankfurt nach Hamburg. Doch warum nicht mit anderen Transportunternehmen wie etwa der Bahn zusammenarbeiten? Diese Idee hat längst Eingang in zwei Pilotprojekte gefunden, wie Gerlinde Althoff vom Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf) mit Sitz in Bielefeld erklärte. In Köln etwa gibt es eine Kooperation mit Fahrradkurieren und dem IC-Kurier der Bahn. "Die Kuriere holen die Ware vom Hauptbahnhof ab und bringen sie dem Kunden an den Schreibtisch", erläuterte sie. Und weil die Zusammenarbeit gut geklappt habe, sei sie inzwischen auch auf Düsseldorf und Bielefeld ausgeweitet worden. Seit einiger Zeit gibt es außerdem eine Kooperation zwischen Fahrradkurieren und einer Regionalbahn in Gütersloh und Bielefeld. "Die Zusammenarbeit wurde erst einmal für drei Monate getestet und weil alle zufrieden waren, fortgeführt", berichtete Althoff. In der Praxis sieht das so aus: Ein Fahrradkurier übergibt die Sendung dem Zugführer, am Zielort überreicht der sie wiederum einem anderen Kurier. Für Herbert Kranz, Vertreter vom Rhein-Main-Verkehrsverbund, "hört sich all das sehr interessant an", zumal Regionalbahnen seiner Ansicht nach oft flexibler und unbürokratischer arbeiteten. Allein die Sendung dem Zugführer zu übergeben, stelle er sich in der Praxis schwierig vor.

Bedenken äußerte auch Steffen Strobler, ein Wiesbadener Fahrradkurier. Was etwa passiere, wenn der Transport via Bahn zunehme und auch die Sendungen eine bestimmte Größe überschritten? Auch wollte er wissen, wer die Aufträge an die Kuriere verteile, etwa wenn es zu einer Kooperation mit anderen Transportunternehmen käme. "Dies ist eine Info-Veranstaltung", machte Joachim Hochstein vom Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main deutlich, der zu dem Treffen eingeladen hatte. Es gelte, Ideen anzustoßen und Kontakte zu knüpfen um schließlich in den kommenden Monaten erste Projekte umzusetzen. Ein Ziel, das erreicht wurde, so die einhellige Meinung.

 

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25.02.2005
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Den Aktionsradius erweitern

 

Projekt zur Vernetzung von Fahrradkurierdiensten

 

Mit der Initiative "Netzwerk Fahrradkurier Rhein-Main" will der Planungsverband Frankfurt die Zusammenarbeit zwischen Fahrradkurierdiensten und anderen Transportdienstleistern verbessern. Das Projekt hat der Verband gemeinsam mit dem Bundesverband der Fahrradkurierdienste und dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung ins Leben gerufen, die Idee eines regionalen Fahrradkurier-Netzwerks stammt aus Nordrhein-Westfalen.

Bei einer Pressekonferenz berichtete Gerlinde Althoff vom Bundesverband der Fahrradkurierdienste über zwei vom Landesumweltministerium geförderte Pilotprojekte: In Gütersloh und Bielefeld hätten die Fahrradkuriere ihren Aktionsradius erweitern können, indem sie einerseits eng miteinander, andererseits mit der beide Städte verbindenden Regionalbahn zusammengearbeitet hätten. Als zweites Beispiel nannte sie die Kooperation der Kölner Fahrradkurierdienste mit dem "ic:kurier" der Deutschen Bahn. Wegen des Erfolges sei das Konzept auch in Düsseldorf und Bielefeld aufgegriffen worden.

Nach Ansicht Waldemar Mathejczyks vom Rhein-Ruhr-Institut hängen die Chancen der Fahrradkuriere auf dem Markt der Transportdienstleistungen davon ab, ob sie einen gemeinsamen Qualitätsstandard erreichen, um für überregionale Logistikunternehmen ein berechenbarer Partner zu sein. Eine Bedingung dafür sei die Vernetzung der Dienste untereinander.

Der Planungsverband Rhein-Main hat am wirtschaftlichen Erfolg der Fahrradkuriere vor allem ein ökologisches Interesse, wie der Radverkehrsbeauftragte Joachim Hochstein deutlich machte. Zu den Aufgaben seines Verbandes rechnet er, die Strukturbedingungen für Fahrradkurierdienste zu verbessern. Konkrete Ergebnisse, also erste Kooperationsverträge zwischen Fahrradkurieren und anderen Transportdienstleistern, erwartet Hochstein binnen Jahresfrist. beng.

 

 

Frankfurter Neue Presse vom 24.02.2005
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Radkuriere setzen jetzt auf die Bahn

 

Frankfurt. Die Bahn entdeckt das Fahrrad, und die als Kuriere tätigen professionellen Fahrrad-Fahrer hoffen auf die Güter von der Schiene. Gestern Abend beschäftigte sich das erste Treffen des Netzwerks Fahrrad beim Planungsverband Frankfurt/Rhein-Main mit den Möglichkeiten, eine feste Kooperation einzugehen. In Nordrhein-Westfalen sind verschiedene Modellprojekte erfolgreich angelaufen, jetzt stellt sich die Frage, wie sie in die Rhein-Main-Region transferiert werden können. Dabei sollen der IC-Kurierdienst auf der Schiene mit den Fahrradkurieren am Zielort verknüpft, und die Konkurrenz auf der Straße bei Tempo und Kosten locker überholt werden. Das Interesse ist groß, wie die Teilnahme von RMV, IHK und der Lufthansa-Cargo-Tochter "Time matters" und Fahrradkurieren bezeugte, die sogar aus Kassel oder Heidelberg kamen. "Es soll ein neues Betätigungsfeld für die Fahrradkuriere werden", sagt Joachim Hochstein vom Planungsverband - vielleicht wird es sogar das dringend benötigte neue Standbein.

30 bis 35 Fahrradkuriere sind permanent auf den Straßen Frankfurts unterwegs. Im Moment strampeln sie auch gegen Schnee und Eis an, aber die sind im Vergleich zu zurückgehenden Aufträgen und Umsätzen nur eine momentane Erscheinung. Zumeist als selbstständige Subunternehmer, die unter dem Damoklesschwert "Keine Arbeit, kein Geld" leben müssen, nur in Ausnahmefällen sind die rasenden Boten abgesicherte Angestellte ihrer Kurierfirma. Drei große mit mehr als 15 Kurieren gibt es in Frankfurt neben einigen kleineren, nicht wenig für einen seit Jahren schrumpfenden Markt. Ob bei Velomobil, das 1986 das schnelle Geschäft auf schmalen Reifen in der Mainmetropole begonnen hat, bei der Turbo Courier GmbH oder bei Frankfurt Bike XPRESS (FBX) - die Sorgen hören sich überall ähnlich an. "Es wird mehr gespart, immer häufiger lassen die Firmen ihre Angestellten selbst Botendienste leisten", sagt Michael Brix, Geschäftsführer von Velomobil. Peter Ochs von den Turbo-Kurieren sieht die Konkurrenz auch in der Post mit ihrem Kurierdienst DHL und in "Dumping-Preisen" der Konkurrenz. Vor allem die motorisierten Kuriere des Hauses hätten darunter gelitten, aber auch die zu Rad mussten von einst 20 auf 10 bis 5 reduziert werden. Um rund 20 Prozent, schätzt Ochs, seien die Aufträge seit der Euro-Einführung geschrumpft. Waren es einst 150 am Tag, so sind es heute 130.

Es kommen keine neuen zu den klassischen Kunden. Das sind Anwaltskanzlei, Banken und Gerichte, die nach Originaldokumenten mit Unterschriften verlangen. "Ich hoffe, dass die Gesetze noch lange so bleiben", sagt FBX-Inhaber Marco Müller. Denn seit die Finanzämter Vorsteuer-Erklärungen von Firmen nur noch auf dem elektronischen Weg annehmen, ist schließlich schon wieder ein Betätigungsfeld weggefallen.

In dieser Situation heißt es, die Qualitäten so gut wie möglich zur Geltung zu bringen. Velomobil gilt mit 23 Kurieren und dem größten Kundenstamm als die Nummer eins am Markt. Bei den Turbo-Kurieren ist der Name Programm, hier treten "schnelle Leute" in die Pedale, bestätigt sogar die Konkurrenz. Und die etwas kleinere FBX hat sich mit ihren 17 Kurieren ganz auf Direktfahrten (ohne Zwischenlagerung) spezialisiert und will damit noch näher am Kunden sein. "Die Leistung muss gebracht werden, ich kann keinen langsamen Fahrer einsetzen", sagt Chef Müller klipp und klar. Unter dem verschärften Konkurrenzdruck sind auch die Zeiten längst vorbei, als die Kurierfahrten auch mal als "cooler Sommer-Job" von Gelegenheitsradlern ausgeübt wurden. In der warmen Jahreszeit stelle er grundsätzlich keine Fahrer mehr ein, so Müller. Der harte Kurier-Job hat sich zu einem Tummelfeld von "Profis" aus dem Rennsportbereich oder dem Triathlon entwickelt. Die Szene versucht sich mit gemessenen Bestzeiten von 22 Minuten vom Hauptbahnhof bis zum Flughafen zu profilieren. Da muss der letzte verbliebene Motorradfahrer, der bei den Turbo-Kurieren diesen Weg abdeckt, schon eine freie Straße vorfinden, um schneller zu sein.

Es werden also Könner verlangt, aber die Bezahlung ist schlecht. Zwischen 4,75 und 15 Euro werden für Fahrten im Stadtgebiet je nach Entfernung und Anbieter verlangt, 20 und 35 Prozent davon gehen als Provision an den Kurierdienst. Nach Steuern und eigener Versicherung bleibt den Fahrern nicht mehr viel zum Leben, "es geht mehr ums Überleben", sagen die Insider. (als)